WORKSHOPS

Hier unsere Workshop-Geschichte. Gerade Jubiläum gefeiert. Bei Schnöd und schönstem Wetter. Long live the PAMBAND!!!!

 

Workshop #1. Wir schreiben das letzte September- bzw. erste Oktoberwochenende 2011. Das erste gemeinsame Wiedersehen seit fast 20 Jahren. Naturfreundehaus Meinhard bei Eschwege in Nordhessen, nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Ein schönes sonniges Herbstwochenende, und im Laufe des Freitagabends trifft einer nach dem anderen ein, nur der König nicht. Der hat in London irgendwie seinen Pass verdaddelt und muss den Flieger sausen lassen. Kommt dann am Samstag, sagt er. Das geht ja gut los. Wir anderen vier bauen auf, essen Pasta und spielen uns warm. Und beginnen, an den ersten Songs zu arbeiten. Nicht das alte PAM-Material, sondern neue Songs von Chris und Schnoed: “Lose control”, “Love of my life”, “My child”, “You keep on hidin’”. Es lässt sich gut an. Am Samstag kommt dann auch der König, und zum Schluß haben wir vier Aufnahmen im Kasten. Und dann doch noch eins von den alten gespielt: „Miss You“. War klar. Das hatte jeder von uns all die Jahre im Ohr, und nicht nur dort. Bei keinem anderen Song kam die Energie der Band so zum Tragen wir hier. Und es knallt immer noch. Die PAMBAND ist auferstanden.

 

Workshop #2. Mai 2012. Das Haus in Eschwege ist mit Wanderern belegt, wie immer um diese Jahreszeit. Also bei Schnoed in Schweinfurt getroffen und gerockt, im Proberaum mit Schallschutzfenstern. Zu den bereits erwähnten ersten fünf Songs kommen „Hope or desperation“ und „Before I get old“ hinzu. Von allen sieben Songs dann Audio-Aufnahmen mit schnoeds 16-Kanal-Workstation gemacht. Brigitte und Isabelle filmen uns abends beim Rocken, die Videos stehen immer noch auf Youtube. Ein sehr produktiver Workshop, und der Schwerpunkt liegt zunächst mal eher auf Quantität denn auf technischer Perfektion. Erst mal ein Fundament schaffen, eine Setlist, ein Programm. Eine Band braucht ein Programm, meint schnoed.

 

Workshop #3. November 2012, jetzt wieder in Eschwege. Herbstlich-novembrige Atmosphäre, es wird kälter. Diesmal viel Technik am Start: Ein E-Drumset, Laptop, MIDI-Zeug, Chris’ Aufnahmeequipment. Drei neue Songs. Zwei Rocker („Decisions”, “Paradise”) und eine Ballade (“This dream of mine”). Von den ersten beiden auch Videos gemacht, die später von Chris bearbeitet und auf Youtube veröffentlicht werden. Bis heute vermutlich die besten Veröffentlichungen der PAMBAND. Cool Stuff.

 

Workshop #4. Ende April 2013, wir sind den Wanderern um eine kalendarische Nasenlänge voraus und können daher wieder das NFH in Eschwege belagern. Chris und schnoed beschließen angesichts der wachsenden Setlist einen Arbeitsmodus: Freitag abend werden die bisherigen Songs durchgespielt, Samstag an neuen Songs gearbeitet und Aufnahmen aller Art gemacht und am Sonntag lediglich noch mal aufgewärmt und rekapituliert, bevor die ersten wieder auf die Piste müssen. Zwei neue Songs: “Push the button” und “The best place in this world”. Wieder viel Technik am Start, die leider auch wieder viel Zeit frisst. Am Ende steht ein Video von „Push the button“, bei dem schnoeds Hemd nach Stoffels Meinung perfekt mit dem Vorhang des Eschweger Naturfreunde-Tagungsraums harmoniert und er (möglicherweise deshalb) zum ersten Male als reiner Leadsänger ohne Gitarre agiert und dabei bedenkliche Bewegungen vollführt. An Chris’ „Best place“ beißen wir uns die Zähne aus. So ein schöner Song, aber auch so schwer…

 

Workshop #5. November 2013, noch mal Eschwege. Etwas wärmer und freundlicher als vor einem Jahr. Wieder zwei neue Songs, die Nummern 13 und 14 in der Setlist. „No one around“ ist schon wieder eine Ballade von schnoed, und „Still love you“ so ähnlich wie „Best place“ und ähnlich schwer. Aber auch ähnlich geil. Wir betreiben viel Aufwand für Videoaufnahmen, und zumindest das von „Still love you“ ist hier auf der PAM-Page verewigt. Die aufkommenden Diskussionen über die zukünftige Ausrichtung der Band nehmen eine unerwartete Wendung. Hatte schnoed seinen 48. Geburtstag noch stillschweigend beim Workshop #3 verbracht und war der 49. gerade auch erst ein paar Tage her, so kündigt sich der 50. nun unweigerlich an und mit ihm eine Idee: Die PAMBAND spielt zu diesem Anlass live. Alle sind einverstanden, und wir sehen die bisherige Setlist kritisch auf Machbarkeit durch und werfen aus verschiedenen Gründen „This dream of mine“, „Still love you“ und „Best place“ über Bord. „Hope or desperation“ wir zu einer Art Intro umfunktioniert, und so wollen wir mit zehneinhalb Songs an den Start gehen. Aber noch ist ein Jahr Zeit. Was bei unserem Probenrhythmus allerdings bedeutet: Noch ein Mal, und dann geht’s los.

 

Workshop #6. Mai 2014, und daher in Schweinfurt bei schnoed, aber nicht nur wegen den Eschweger Wanderern. Das große Ereignis wirft seine Schatten voraus, und es geht unter anderem auch darum, die Location schon mal kennenzulernen und sich darauf einzustimmen. Wir proben die für den Gig vorgesehenen Songs und machen diesmal keine neuen. Und auch keine Aufnahmen, dafür aber coole Fotos am Mainufer. Ein entspannter Workshop, wir grillen draußen und genießen den Frühling. Und bereiten uns gründlich vor.

 

Workshop #7. November 2014, Schweinfurt, Jugendgästehaus. Der Ort des ersten Gigs der PAMBAND seit der Reunion. Wir treffen uns mit einigen der Spielerfrauen (haha, sorry!) und –kinder am Freitag am Ort des Geschehens und proben in einem umfunktionierten Sechsbettzimmer. Den Samstag muss man irgendwie rumkriegen, bis die Fete losgeht, und das wird zum Wohle der Schweinfurter Gastronomie dann auch getan. Am Abend dann der heißersehnte Gig vor den ca. 70 Geburtstagsgästen. Lothars Sohn Jakob spielt die Hookline von „My child“ auf dem Saxophon und macht seine Sache großartig. Ein schöner Moment, weil der Song auch inhaltlich wunderbar dazu passt. Wir spielen unsere Songs mit Energie und Hingabe ( -> Power&Passion), und die Leute sind begeistert. Am Sonntag trennen wir uns in der Hoffnung, dass dies nicht der einzige Gig der PAMBAND bleiben soll.

 

Workshop #8. Juli 2015, Eschwege. Die Wanderer sind bzw. haben ausgewandert, dafür hat es knapp 40 Grad im Schatten. Der Workshop stand auf wackligen Beinen, da der König einen schweren Fahrradunfall hatte und lange unklar ist, ob er überhaupt anreisen kann. Letztendlich kann er, wenn auch eingegipst. Hoch lebe der König. Der Gig ist vorbei, und wir wollen wieder an neuem Material arbeiten. Vier Songs stehen an. Schnoed hat seine beiden neuen Kompositionen „Give it a try“ und „The scars will remain“ im Gepäck, und Chris möchte zwei alte PAM-Klassiker neu aufbereiten: „The power and the passion“ und „Like a broken toy“. Das Ganze im Verbund mit einem neuen Video-Konzept, wofür wiederum schnoeds Tochter Isabelle am Samstag anreist, um die Band zu filmen. Die Bedingungen sind grenzwertig, die Hitze setzt uns enorm zu, und irgendwann raucht dann auch schnoeds Rivera-Verstärker ab. Ein anstrengendes Wochenende.

 

Workshop #9. November 2015, Schweinfurt. Das Naturfreundehaus in Eschwege wird renoviert. Welchen Anteil wir daran haben ist unklar, aber auch egal. Es war an der Zeit. Der vergangene Workshop hat trotz großer personeller und technischer Anstrengungen bis jetzt zu keinen verwertbaren Ergebnissen geführt. Wiedermal regt sich beim einen oder anderen der Gedanke, warum wir das eigentlich tun. Wir sind keine Männergesellschaft, die zweimal im Jahr einen draufmacht. Wir sind eine Band, wir sind Musiker mit Leib und Seele, keine Kegelbrüder. Wir haben etwas zu sagen, aber es ist unter unseren geographischen Lebensumständen unmöglich, eine normale Band zu sein. Also sind wir eben die andere Band. Chris hat die Idee, diesmal eine Unplugged-Session zu machen, und das tun wir dann auch. Ganz wenig Technik am Start, Cajon statt Schießbude, Akkordeon statt Keyboard, akustische Bässe und Gitarren, und ohne Mikros und PA einfach in den Raum reingelärmt. Das macht Spaß! Wir nehmen „My child“, „Give it a try“ und sogar „Paradise“ mit lediglich zwei Raum-Mikros auf und lassen iPhone-Kameras mitlaufen. Und das Ganze vor einem großen Bücherregal im Wohnzimmer.

 

Workshop #10. Mai 2016, und wieder in Schweinfurt. Die Wanderer haben Eschwege wieder in Beschlag genommen. Chris reist schon am Donnerstag abend an und erörtert mit schnoed die zukünftige Ausrichtung der Band. Die kurzzeitige Erwartung, die weiteren runden Geburtstage der Bandmitglieder zu bespielen, hat sich bereits in zwei Fällen aus unterschiedlichen Gründen nicht erfüllt, und irgendwie wäre das auch sehr schematisch und zwanghaft gewesen. Der Plan ist stattdessen, von der Produktivität der ersten Workshops wegzukommen und wieder mal „back to the roots“ zu gehen, zu jammen und zu experimentieren, statt nur fertige Songs einzuproben und diese dann angesichts der wachsenden Anzahl und der wenigen gemeinsamen Termine dann vom Blatt abzuspielen. Dies gelingt, und wir erleben ein entspanntes und trotzdem intensives Wochenende mit ganz wenig Technik und ganz viel Musik. Im Herbst geht’s weiter….

Workshop #11. Oktober 2016, Schweinfurt. Warum Eschwege diesmal nicht zugänglich war, habe ich vergessen. Egal. Wieder treffen sich Chris und schnoed etwas früher und diskutieren das Konzept des Workshops an sich und das des bevorstehenden im Besonderen. Durchaus konträr in einigen Punkten, aber es ist wichtig, die unterschiedlichen Erwartungen der einzelnen herauszuarbeiten. Also tun wir das, und danach machen wir Musik. Chris hat einen fertigen Song dabei, „Flying or falling“, den wir intensiv proben und dann aufnehmen und filmen. Schnoed hat 2 Fragmente am Start, die er während des Workshops komplettiert und die die Band dann ebenfalls aufnimmt. Diese Skizzen werden als Vorlagen für Schnoeds andere Bands dienen, mit denen er die Songs regelmäßig spielen will. Und dann arbeiten wir an einem Instrumental, ohne Leadsheet und ohne Notizen, nur ein paar Parts, die beim WS #10 entstanden sind, und bringen diese in Form. Richtig intensive musikalische Arbeit. Zwischendurch wird mal gegrillt oder der Pizzaservice gerufen, und dann geht’s weiter. Ein intensiver und produktiver Workshop mit sicht- und hörbaren Ergebnissen. Einer vom „alten Schlag“ sozusagen, aber mit komplett neuem Material. Sehr geil.

Workshop #12. November 2017, Eschwege. Endlich wieder mal im Naturfreundehaus. Zum ersten Mal konnten wir den Halbjahresrhythmus nicht halten, und man merkt es, als wir einige der alten Sachen auspacken. So schlimm haben wir „Miss You“ noch nie in den Teich gesetzt. Aber egal, Chris hat zwei neue Sachen dabei, und an denen arbeiten wir dann auch intensiv, inclusive Audio- und Videoaufnahmen. Schnoed hat wieder eines seiner üblichen Fragmente mitgebracht, und auch dieses wird komplettiert und aufgenommen, auch wenn sich dabei herausstellt, dass die Tonlage für den Leadgesang vermutlich zu tief ist. Aber auch das ist eine wertvolle Erkenntnis. Insgesamt wieder ein konzentrierter und produktiver Workshop, und wenn alles klappt, findet der nächste bereits im April 2018 statt.

Workshop #13. April 2018, Eschwege.

Es hat wieder geklappt mit dem Termin im Naturfreundehaus, auch wenn der König erst Freitag nacht anreist und dafür Sonntag schon wieder früh weg muss. Wir haben uns diesmal keine neuen Songs vorgenommen, sondern wollen eine Setlist für den zweiten Post-Reunion-Gig der Pamband erarbeiten. Derselbe wird im Herbst 2019 in Köln am Rhein vonstatten gehen, zu Ehren unseres Bassisten. Wir erstellen eine Setlist und spielen die Songs. Before I get old, Lose control,

Miss You, Paradise, You keep on hidin', Push the button, Your power and your passion, The scars will remain, Flying or falling. Einige haben wir aussortiert, weil wir gar nicht so viel Material brauchen. Oder weil sie sich für den Zweck nicht so eignen.

Natürlich machen wir trotzdem wieder Videos, drinnen und draußen, denn das Wetter spielt wunderbar mit. Heraus kommt eine lustige Open-Air-Version von Power&Passion, die Chris dann mit Isis Aufnahmen aus dem Sommer 2015 zu einem wunderbaren Film kombiniert. Das Warten hat sich gelohnt

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Workshop #14. Oktober 2018, Eschwege.

Der Jahrhundertsommer neigt sich, und es wird Zeit für unser alljährliches Herbsttreffen. Diesmal haben wir wieder etwas mehr gemeinsame Zeit und beschließen, nicht nur die Setlist für Köln zu proben, sondern wieder neues Material anzugehen. Chris hat zwei sehr unterschiedliche Kompositionen im Gepäck, "Isolated" und "Because of your love". Ein straighter Rocker im Police- Style und ein elegisches Werk irgendwo zwischen Coldplay und den Simple Minds. Beide Songs machen richtig Laune, und so entstehen wieder zwei Videos mit hohem Erinnerungswert und voller Energie. Christoph hat sich den Fuß gebrochen und Schnoed wiedermal einen Hexenschuß, aber nichts hält uns wirklich auf. Ob wir nächstes Mal allerdings wieder im Naturfreundehaus rocken können, ist noch ungewiss, denn es steht ein Eigentümerwechsel an und damit möglicherweise auch eine Änderung im Nutzungskonzept des Hauses. Wir bleiben aber optimistisch. Das Haus am Meinhard ist mit unserer Reunion untrennbar verbunden.

Workshop #15. April 2019, Eschwege.

Was immer mit dem Haus am Meinhard geplant war, es hat bis dato nicht stattgefunden, und so bekommen wir auch im Frühjahr 2019 das Haus wieder ein ganzes Wochenende lang nur für uns. Mit dem kleinen Nachteil, dass Heizung und Warmwasser streng rationiert werden müssen, weil irgendeine Reparatur ansteht. Also ist es recht frisch in unserem Domizil, um nicht zu sagen saukalt, denn wir schreiben gerade mal das erste Aprilwochenende. Unverdrossen gehen wir ans Werk und spielen natürlich die Setlist für den bevorstehenden Gig in Köln, in die wir „Because of your love“ aufnehmen, „The scars will remain“ dagegen rauswerfen, weil es dem Anlass nicht wirklich entspricht. Und wir nehmen uns wieder einen neuen Song von Chris vor, „Wild horses“. Ein poppiges Teil mit vielen Major-7-Harmonien und einem launemachenden Singalong-Chorus. Das Video gibt’s wie immer auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Aaw-yWaUXy0

Workshop #16. Oktober 2019 ,Köln, Olympiastadion.

Endlich ist der große Moment gekommen: Unser zweiter Gig nach der Reunion, und nur fünf Jahre nach dem ersten! Die Location liegt in Köln-Nippes in einem Gleisdreieck, ein in die Jahre gekommenes Sportheim mit wunderbarem Retro-Flair und hervorragendem Catering. Direkt vor dem Haus liegt ein Sportplatz, der recht unbescheiden „Olympiastadion“ heißt. Tatsächlich praktiziert hier der ESV Olympia Köln, und den kennt man nun nicht wirklich aus den großen Ligen, aber das gilt für uns im Grunde ja genauso. Wir nächtigen bei Norbert im Keller, im Dachgeschoß, in der Abstellkammer, wo immer Platz ist für eine Matratze, Esstisch und Badezimmer sind dauerbelegt mit warmherzigen Menschen aller Generationen, und es fehlt uns an nichts. Unser Gig gelingt ebenfalls zur allseitigen Zufriedenheit, und schnoeds obligatorischer Saitenriss passiert erst im letzten Teil des Solos von „You keep on hidin‘“ und richtet daher keinen nennenswerten Schaden an. 

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